Virtual Beginner – EOS interaktiviert das Recruitingvideo

Abbildung zweier Mitarbeiter bei EOS, dazu die Aussage: Die wichtigste Konfiguration ist bei uns das Miteinander. So sind wir bei EOS. Passend zum interaktiven Recruitingvideo "Virtual Beginner".

Die einen investieren viel Geld, um sich über ihre Kultur und ihre Identität als Arbeitgeber klar zu werden. Und dann noch mehr Geld, um ihre Erkenntnisse anderen zu erklären.

Unterdessen gibt es andere, die sich einen Moment Zeit für gesunden Menschenverstand nehmen und den Mut aufbringen, eine ungewöhnliche Idee umzusetzen. Zu diesen anderen gehört der international agierende Finanzdienstleister der Otto Group, EOS, mit Sitz in Hamburg.

Die Idee klingt simpel: ein Recruiting Video, das den Betrachter ein stückweit am kulturellen Selbstverständnis teilhaben lässt, anstatt es umständlich in vielen Bildern und noch mehr Worten zu erklären. Die Umsetzung war etwas aufwendiger, doch die Mühen haben sich gelohnt, so viel sei vorweg geschickt. 25.000 Views in zwei Monaten sind ein stolzes Ergebnis.

Besagtes Recruiting Video ist unter dem Begriff „Virtual Beginner“ im Internet zu finden, genauer gesagt auf https://de.eos-solutions.com – der Karrierewebseite des Unternehmens, genauer gesagt unter dem Bereich „Arbeiten bei EOS“ (einfach dem Link folgen).

Ein schönes Beispiel dafür, wie man Begegnungsqualität herstellt, ohne sich strategischen Kopfschmerzen zu unterwerfen, denn:

  • …es ist echt, weil es auf den vier grundlegenden Werten basiert, welche die Zusammenarbeit bei EOS bestimmen.
  • …es ist lebendig, weil es den Betrachter einbezieht, indem er selbst Entscheidungen treffen und den weiteren Verlauf des Videos beeinflussen kann.
  • …und letztlich ist es persönlich, weil die eigenen Mitarbeiter eingebunden sind und so die Brücke von der Unternehmenskultur zum Bewerber schlagen.

Das alles war Grund genug, das Gespräch zu suchen und einige audiovisuelle Einblicke zu erlangen, anstatt viele Bilder und noch mehr Worte zu verlieren. In einer kleinen Videoreihe habe ich zuerst mit Sylke Sergel gesprochen, Head of Corporate Human Resources. Sie erzählt uns etwas über die Hintergründe des Videos. Ihre Perspektive ergänzen in den kommenden Wochen die Interviews mit einem Protagonisten, der Employer Branding Verantwortlichen sowie des Regisseurs.

Ein schöner 360° Einblick, der das Anschauen lohnt:

Sylke Sergel über strategische Hinter- und Beweggründe und den Cultural Fit in der Personalauswahl:

 

Tom Zedler über sein Mitwirken, die Auswahl der Passenden und Unternehmenskultur im Allgemeinen:

 

Malin Augustin über die Bedeutung eines interaktiven Recruitingvideos für das Employer Branding bei EOS:

 

Daniel über die generellen Anforderungen bei der Produktion von Internet-Filmen und die Arbeit am interaktiven EOS Video im Besonderen: 

 

Jörg Buckmann im „200 Sekunden Time-out Retour“

Jörg Buckmann, Portraitfoto

Standards hinterfragen, Tradiertes überprüfen, Neues wagen – das sind Motoren für Veränderung und Verbesserung. Einer, der das par excellence praktiziert, ist Jörg Buckmann. Ab Ende dieses Jahres geht er selbst einen neuen beruflichen Weg, auf dem er glücklicherweise dem frechmutigem Personalmarketing treu bleibt.

Zeit, seinen informativen und unterhaltsamen „200 Sekunden Time Out“ (wie zuletzt am 30. August auf seinem Blog zu lesen)  eine Retourkutsche zu verpassen. Und ihm drei Fragen zu stellen, die sein bisheriges Schaffen und künftige Vorhaben auf den Punkt bringen. Los geht’s lieber Jörg:

 

Mit Blick auf deine reichhaltige Erfahrung und die neu gewonnene Bewegungsfreiheit als freier Berater, welche Konvention würdest du gerne als erstes aufbrechen?

Ich glaube, es gibt da einiges aufzubrechen. Was mich immer stärker störte, ist die zunehmende Beschränkung der unkonventionellen Umsetzung von Ideen in Form von immer mehr Richtlinien, Prozessabläufen, Genehmigungsverfahren. Mir scheint es manchmal fast so, als würden nicht die CEO die Unternehmen führen, sondern zunehmend die Juristen, Compliance oder der Einkauf. Sie sind in vielen Unternehmen, so scheint mir, die neuen Könige. Die Bürokratie ist weiter auf dem Vormarsch.

Hypes, Trends, Glaubensfragen – du kennst sie sicher alle. Was ist der wichtigste Orientierungspunkt für gute Arbeitgebervermarktung? 

Vielleicht ist alles ja viel einfacher, als wir glauben. Die Basis für eine gute Arbeitgebervermarktung ist doch eigentlich ganz einfach der Wille und die echte Bereitschaft, für seine Zielgruppen etwas wirklich Schönes zu schaffen. Zu versuchen, sie zu verstehen und ihre Informationsbedürfnisse abzudecken, ist dazu möglicherweise der wichtigste Orientierungspunkt. Ich sage bewusst „möglicherweise“ – denn mich haben in den letzten 30 Jahren die Berater, die alles ganz genau wissen, immer genervt. Ich habe vielleicht von den Dingen etwas Ahnung – aber alles ganz genau Wissen tue auch ich nicht.

Du suchst mit und für deine Kunden das Besondere zwischen Unternehmen und (künftigen) Mitarbeitenden. Die Magie des Moments – Entwicklung oder Zufall?

Ich sage mal gut schweizerisch, sprich neutral oder weniger schön formuliert, sich nicht festlegen wollend… Beides! Ich habe oft erlebt, dass es wirklich beide Elemente braucht. Manchmal muss man den Zufall wirklich durch harte Entwicklungshausaufgaben erzwingen, herbeiführen.

Foto: buckmanngewinnt.ch