Ideen gehören geschenkt

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Der Kreative oder Konzeptioner lebt nicht vom Brot allein. Da sitzt man in Terminen, knabbert Teigwaren, trinkt Plörrekaffee und tauscht sich über die Anforderungen bzgl. einer Kommunikationsaufgabe aus. Und dann schwelen die ersten Ideen. Für einen Slogan, eine Tonalität, eine Bildwelt, eine Kampagne gar. Aber der Dienstleister muss sich erst noch einmal zurück ziehen. Drüber schlafen. Ausfeilen. Grobkonzept. Feinkonzept. Präsentieren. Abrechnen.

These: Ideen dürfen nichts kosten.

Es ist schon verständlich: eine gute Idee ist oft mehr wert, als auf den ersten Anschein ersichtlich. Aber so geht es nicht vorwärts. Eine Idee darf nichts kosten. Sie sollte dem Kunden zur Verfügung gestellt werden – fertig. Warum sich das dennoch rentiert? Weil man allein mit der Idee oftmals nicht weit kommt. Ist die Idee verstanden und für gut befunden, steht das Projekt vor der nächsten Herausforderung: einer adäquaten Umsetzung.

Unter uns: Wer freizügig mit seinen Ideen umgeht, generiert Bedarf.

Und das nachhaltig. Denn Offenheit wird belohnt, erneut nachgefragt, Beziehungen entstehen, basierend auf Know-how und Erfahrung sowie gegenseitiger Wertschätzung. Auf lange Sicht ist das mehr wert als eine Nutzungslizenz.

Bleibt das Argument, die Rechte an einer Idee lägen beim Urheber, und deren Übertragung müsse ihn monetär entlohnen. Da ist schon was dran. Man darf sich für gute Ideen belohnen lassen, zumal, wenn sie durch andere angewandt werden.
Trotzdem ist es langweilig und geht am Markt vorbei. Eine Idee, die im Kontext eines Gespräches und einer konkreten Aufgabenstellung entsteht, ist bereits im Entstehungsprozess individuell zugeschnitten. Im Falle der nicht erfolgten Nutzung die Anwendung in einem anderen Kontext anzustreben ist arrogant, bequem und zeugt von mangelnder Kundenorientierung. Wer Ideen nur gegen Nutzungsgebühren herausgibt oder sie auf Halde legt, um sie weiterzuverkaufen, verfügt möglicherweise über ein eingeschränktes kreatives Potenzial?

Die besten Ideen entstehen aus der Situation, der Begegnung mit dem Kunden. Betrachten wir sie als Geschenk, als Liebeserklärung an das Projekt. Und schenken sie einfach diesem einen Kunden. Zu anderen fällt uns auch was anderes ein.

Oder wie sehen Sie das?

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