Vielfalt dank Entwicklungsausschreibung

Ein Gespräch mit einem erfahrenen Recruiter hat es bestätigt: Aussschreibungsinhalt und spätere Tätigkeit sind nicht zwingend deckungsgleich. Gleichsam unterscheiden sich oft die Anforderungen an die Bewerber von den Erfahrungen respektive Skills, die sie letztlich „unter Beweis stellen“. Das führt zu folgender…

These: Ausschreibungen sollten so unkonkret wie möglich sein, um Raum zu geben für die wirkliche Passung Bewerber und Arbeitgeber.

Üblicherweise gibt es allerlei fachliche Anforderungen und natürlich die arbeitslebensnotwendigen sozialen Faktoren wie Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und Durchsetzungsvermögen. Oder so.
Eine ganze Menge, die ein/e Bewerber/in da im Schnitt erfüllen muss. Entsprechend biegt man seine Bewerbung schon passend zurecht, denn man weiß ja: auch die Ausschreibung ist aufgebläht. Marketing. Im schlimmsten Fall Werbung. Also ist eine gehörige Portion Selbstvermarktung die konsequente Antwort.

Mit einer gesunden Portion Menschenkenntnis wird man im Bewerbungsgespräch rasch feststellen, dass beide Seiten sich bemühen, formale Anforderungen und Fähigkeiten überein zu bringen. Anstatt über Potenziale und bestmögliche Einsatzmöglichkeiten zu sprechen. In der Konsequenz passen Bewerber und Stelle nicht wirklich zueinander. Andere Passungen stehen leider nicht im Fokus, wenngleich denkbar.
Vielleicht führt die Überlegung, dass ein Bewerber möglicherweise auf ganz andere oder gar mehrere Positionen passt, sogar dazu, offene Bewerbungs-/Einstellungstage zu veranstalten, anstelle von vereinzelt durchgeführten Bewerbungsgesprächen nach Schema D(iagnostik).

Vorschlag daher: Weg mit den allzu oft austauschbaren Stellenausschreibungen, her mit ernst gemeinten Entwicklungsausschreibungen.

Ausschreibungen, in denen es, ja, auch um Jobtitel geht (gerne auch Jobfamilien), vor allem aber darum, wie man sich gemeinsam entwickeln kann. Ein Appell sozusagen an die bestmögliche Symbiose aus Menschen, die Arbeit anbieten, Arbeitswelten gestalten und in die Zukunft führen und jenen, die Arbeit ausüben, Arbeitswelten beleben und nach vorn denken. Sich gemeinsam entwickeln, statt einseitig Skills einzufordern respektive zu erfüllen.

Oder wie sehen Sie das?

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